e-Bike Akku FAQ

Der e-Bike-Akku ist der Energielieferant deines e-Bikes und weil die Leistung deines Elektrofahrrads mit eben diesem Element steht und fällt, hast du vor dem Kauf eines Pedelecs erfahrungsgemäß ebenso viele Fragen zum Akku, wie zum Antrieb. Auf die häufigsten Fragen findest du hier eine Antwort.

Die wichtigsten Fragen und Antworten zum e-Bike-Akku in unserem Akku-Ratgeber, erfahren, wie du die Lebensdauer deines e-Bike-Akkus verlängerst, welche Reichweite ein e-Bike-Akku schafft und wie lange ein Pedelec-Akku lädt.

Gibt es unterschiedliche e-Bike-Akkus?

Heute fahren alle hochwertigen e-Bikes mit Lithium-Ionen-Akkus, die nicht nur energieeffizienter, sondern auch leichter sind als die veralteten Blei- oder Nickel-Cadmium-Akkus. Premiumhersteller verwenden hochwertige Zellen für die e-Bike-Akkus. Diese sorgfältig produzierten Akkus weisen hohe Kapazitäten bis zu 1000 Wh auf und sind besonders langlebig. Am häufigsten sind derzeit Akkus in den Leistungsbereichen 300 Wh, 400 Wh und 500 Wh.

Wie ist ein Lithium-Ionen-Akku aufgebaut?

Lithium-Ionen-Akkus, die in e-Bikes verwendet werden, bestehen aus mehreren Einzelzellen, die in etwa so groß sind wie herkömmliche AA-Batterien.

Ein Lithium-Ionen-Akku besteht aus vielen kleinen Einzelzellen, die lediglich ein bisschen länger und breiter sind als herkömmliche AA-Batterien, die du im Supermarkt kaufst. Um nun die nötige Energie für 100 Kilometer Reichweite zu liefern, werden viele dieser Einzelzellen hintereinander geschaltet. Um leistungsstärkere Akkus zu liefern, müssen also mehr Einzelzellen integriert werden. Mehr Einzelzellen bedeuten, dass der Akku größer und schwerer wird.

Ist der e-Bike-Akku gefährlich?

Hochwertig produzierte Lithium-Ionen-Akkus aus geprüfter und zertifizierter Herstellung sind in der Regel nicht gefährlich. Wenn du hochwertige Produkte kaufst und dich an die Regeln zum richtigen Umgang mit Pedelec-Akkus halten, ist der Akku nicht nur sicher, sondern bleibt auch länger konstant in seiner Ladekapazität.

Regeln für den richtigen Gebrauch von e-Bike-Akkus

  • Versuchen nicht den e-Bike-Akku zu öffnen oder zu durchbohren
  • Befestige keine Gegenstände am Akku
  • Kauf Akkus von renommierten Herstellern oder achte auf das CE-Prüfsiegel und das BATSO-Siegel (Batteriesicherheit)
  • Nutze das dazugehörige Ladegerät

Das BATSO-Siegel und das CE-Siegel sind Gütesiegel, die eine sichere und qualitativ hochwertige Produktion von e-Bike-Akkus auszeichnen.Das BATSO-Siegel und das CE-Siegel sind Gütesiegel, die eine sichere und qualitativ hochwertige Produktion von e-Bike-Akkus auszeichnen.

Von diesen Herstellern kannst du bedenkenlos Akkus für dein Elektrofahrrad kaufen

Manchmal findest du auf Akkus von renommierten Herstellern kein BATSO-Siegel. Dies liegt aber nicht an fehlenden Kontrollen oder minderwertiger Qualität, vielmehr testen und überprüfen Hersteller wie Bosch oder BMZ in ihren eigenen Labors und ziehen dafür sogar mehr und strengere Kriterien heran, als die gesetzlichen Vorschriften es vorgeben. Du kannst Akkus von folgenden Herstellern bedenkenlos kaufen: Bosch, BMZ, Ansmann, Shimano, Panasonic, Yamaha, Brose.

Was bedeutet die Größe Wh?

Wh ist die Größe, die die Kapazität des e-Bike-Akkus angibt. Diese Akku-Kapazität ist vergleichbar mit der Größe eines Autotanks: Je größer der Tank ist, desto mehr Benzin passt hinein und umso mehr Kilometer kannst du theoretisch fahren ohne nachzutanken, abhängig von deiner Fahrweise. Die Kapazität des Pedelec-Akkus wird natürlich nicht in Litern sondern in Amperestunden (Ah) oder Wattstunden (Wh) angegeben. Die universelle Größe für die Beurteilung des Akkus sind allerdings die Wattstunden, da diese Größe verschiedene Akkus vergleichbar macht.

Unterschied Wh und Ah

Wh (Wattstunden) ist die Einheit für die Leistung des Akkus, dieser Wert ist von keiner anderen Größe abhängig und dient deshalb immer als beste Beurteilungsgrundlage für einen Pedelec-Akku. Amperestunden (Ah), bezeichnet die Strommenge und liefert nur in Verbindung mit der Spannung des Akkus einen aufschlussreichen Wert. Ein Beispiel zur Veranschaulichung:

Wattstunden ergeben sich aus den Amperestunden multipliziert mit der Spannung des Akkus:

10 Ah x 24 V = 240 Wh
10 Ah x 36 V = 360 Wh

Abhängig von der Spannung des Akkus, die bei gängigen Akku-Modellen durchaus variieren kann, ist die Angabe von Amperestunden trügerisch, wenn du die Kapazität des Pedelec-Akkus beurteilen möchtest. Lass dich also nicht von hohen Ah-Angaben in die Irre führen, es gilt: Je höher der Wh-Wert, desto leistungsfähiger ist der Akku!

Welche Reichweite hat ein Akku?

Zwar findest du zu jedem Akku eine Reichweitenangabe vom Hersteller, allerdings ist diese abhängig von vielen unterschiedlichen Faktoren, die zum Beispiel vom Fahrer, von der Streckenbeschaffenheit und dem Wetter abhängig sind. Vergleiche die Leistungsfähigkeit des Akkus mit deiner eigenen Leistungsfähigkeit. Diese ist auch nicht immer konstant – so kannst du wahrscheinlich mehr Kilometer fahren, wenn die Strecke eben ist und du keinen Gegenwind hast. Auf bergigen Strecken und bei starkem Wind wirst du am Ende des Tages weniger Kilometer hinter dich gebracht haben.

Mit dem Bosch Reichweiten-Assistent kannst du deine Reichweite unter Berücksichtigung der Akku-Kapazität, deines Gewichts, dem Unterstützungsmodus und der Trittfrequenz berechnen.

Wie lange lädt ein Akku?

Moderne e-Bike-Akkus benötigen für eine Vollladung zwischen 2 und 9 Stunden. Du kannst die Ladezeit einfach berechnen:

16 Ah /4 A=4 h

Je mehr Ladestrom das Ladegerät abgibt (angegeben in Ampere), desto schneller wird der Akku aufgeladen.

Hält ein teurer Akku länger?

Der Preis eines Akkus hängt nicht zwangsweise – oder nicht nur – mit seiner Qualität und damit auch mit seiner Lebensdauer zusammen. Die Lebensdauer definiert sich durch die maximal mögliche Anzahl an Ladezyklen, nicht durch die Reichweite des Pedelec-Akkus. Und wie viele Ladezyklen der e-Bike-Akku mitmacht, ist nicht nur abhängig von der Qualität, sondern auch von der Pflege des Akkus und nicht zuletzt von deinem Ladeverhalten.

Der Akku-Preis ist außerdem abhängig von der Leistung des Akkus, der durch die Wattstunden definiert wird. Und hier kommt die Akku-Reichweite wieder ins Spiel. Ein 500 Wh-Akku schafft höhere Reichweiten, als ein 300 Wh-Akku, weil er mehr Akkuzellen hat. Und ein Akku mit mehr Zellen kostet natürlich auch mehr.

Moderne e-Bike-Akkus sind in weniger als 2 Stunden wieder zur Hälfte aufgeladen, so dass du die Tour mit dem Elektrofahrrad schnell wieder fortsetzen kannst.

Warum gibt es dann so große Preisunterschiede bei den e-Bike-Akkus?

Anerkannte Hersteller verwenden hochwertige Akkuzellen und statten ihre e-Bike-Akkus mit einem bruchsicheren Gehäuse und einem leistungsfähigen Battery-Management-System aus, das die Funktionen und den Zustand des Akkus überwacht und bei Bedarf schützt. Diese Merkmale verlängern die Lebensdauer eines e-Bike-Akkus erheblich. Halten teure Akkus nun länger? Im Vergleich zu günstig produzierten Import-Akkus ohne Battery-Management-System lässt sich die Frage ganz klar mit Ja beantworten!

Der Akku nach einem Sturz – was sollte ich beachten?

Auch wenn das Gehäuse des e-Bike-Akkus nach einem Sturz nicht augenscheinlich beschädigt ist, solltest du den Akku überprüfen lassen. Denn Schäden im Inneren des Akkus können zu einer verminderten Leistungsfähigkeit und im schlimmsten Fall zu einem Kurzschluss führen.

Woran erkenne ich einen guten Akku?

Einen guten Akku kannst du von außen nicht erkennen, allerdings gibt es einige Merkmale, an denen du hochwertige e-Bike-Akkus erkennen kannst. Verfügt der Akku über die CE-Kennzeichnung, entspricht er den jeweiligen gesetzlichen Anforderungen. Das BATSO-Siegel gibt dir Aufschluss darüber, ob der Akku sicher ist – es ist ein international gültiges Siegel zur Zertifizierung der Batterie Sicherheit. Hersteller wie Bosch oder BMZ, die hochwertige Pedelec-Akkus für viele Antriebe und Marken herstellen, verzichten allerdings auf das BATSO-Siegel. Diese Hersteller prüfen ihre Produkte in eigenen Labors.

Um also wirklich sicher zu sein, dass du einen guten, langlebigen und sicheren e-Bike-Akku erstehst, solltest du schlussendlich nur auf Produkte von anerkannten Herstellern zurückgreifen. Diese Akkus haben durch Tests, langjährige Erfahrung und letztendlich auch durch ihre Spitzenpositionen auf dem Markt für Pedelec-Akkus, ihre Qualität unter Beweis gestellt.

Kann ich jeden Akku mit jedem Motor kombinieren?

Auf keinen Fall! Selbst wenn das Gehäuse des Akkus in die Vorrichtung am e-Bike passt und die Kontaktstellen ineinander greifen, muss auch die Betriebsspannung des neuen Akkus identisch mit der des alten sein. Natürlich sind dies Faktoren, die du vor dem Kauf prüfen kannst. Was du aber schwer kontrollieren kannst ist, ob der nachgekaufte Akku über ein Battery-Management-System verfügt, dass mit dem Antrieb und der Steuerungseinheit kommunizieren kann. Ist dies nicht der Fall, wirst du mit falschen oder schlicht gar keinen Daten zum Ladestand und der Reichweite versorgt – im schlimmsten Fall kann dies aber auch zu Fehlfunktionen deines e-Bikes führen.

Was muss ich beim Nachkauf des Akkus beachten?

Alle paar Jahre ist es soweit: Die Kapazität deines e-Bike-Akkus ist nicht mehr ausreichend und du musst einen frischen Pedelec-Akku nachkaufen, um auch lange e-Bike-Touren wieder ohne Nachladen bewältigen zu können. Bei einem neuen Akku sollten folgende Faktoren stimmen:

  • Der neue e-Bike-Akku muss in die Vorrichtung an deinem e-Bike passen und auch die Kontaktstellen müssen übereinstimmen.
  • Die Betriebsspannung (angegeben in V=Volt) muss mit der des bisherigen Akkus übereinstimmen.
  • Der Akku sollte über ein kompatibles Battery-Management-System verfügen, um dir zuverlässig den Ladestand und die Reichweite anzuzeigen und mit dem System kommunizieren zu können.

Hersteller raten von Fremdfabrikaten ab, da durch diese Schäden am System entstehen können.

Der e-Bike-Akku ist ein wesentliches Element in einem Elektrofahrrad, denn ohne die Pedelec-Batterie arbeitet auch der Motor nicht – verständlich, dass du viele Fragen hast, dieser Ratgeber erklärt alles, was du über e-Bike-Akkus wissen musst.

Gebrauchte Akkus kaufen – macht das Sinn?

Gebrauchte Akkus können unter Umständen recht günstig erworben werden. Lässt du den Akku vor dem Kauf nicht sachgemäß überprüfen, kaufst du aber schnell die Katze im Sack, denn auch wenn der Vorbesitzer dir einen pfleglichen Umgang mit dem Akku versichert und der Pedelec-Akku von außen top in Ordnung scheint, sagt dies nichts über den inneren Zustand aus. Hat der Akku zum Beispiel einen Schlag abbekommen? Dies kann zu Kapazitätseinbußen und Kurzschlüssen führen. Wie oft wurde der e-Bike-Akku bereits vollständig geladen? Die Antwort hat Auswirkungen auf die verbleibende Lebensdauer. Bei Spezialisten und Fachhändlern kannst du den e-Bike-Akku auslesen lassen und bekommst neben Infos zum technischem Zustand auch wie viele Ladezyklen der Akku bereits hinter sich hat und über wie viel Kapazität er noch verfügt. Denn erst dann kannst du sicher sein, dass der gebrauchte Akku auch noch etliche Ladezyklen übersteht.

Wird der Akku mit der Zeit schwächer?

Hersteller hochwertiger e-Bike-Akkus geben die Lebensdauer mit bis zu 1.000 Ladezyklen an, dabei sollten bei 500 Ladezyklen noch immer 80 % der Ladekapazität vorhanden sein. Gehen wir von einer durchschnittlichen Kilometerleistung von 60 Kilometern pro Ladung aus, kannst du mit einem Akku in etwa 60.000 Kilometer mit deinem e-Bike fahren. Für dich interessant: Ein Ladezyklus entspricht einer Vollladung des Akkus, dabei ergeben 2 Ladungen zu 50 % und 4 Ladungen zu 25 % ebenfalls einen Ladezyklus. Ein vom ADAC 2015 durchgeführter Test ergab, das hochwertige Akkus sogar mehr Ladezyklen als vom Hersteller angegeben vertragen. Das Bosch Power Pack wurde 1.515 Mal vollständig ge- und entladen, bevor seine Kapazität unter 30 % sank und der e-Bike-Akku damit nicht mehr brauchbar war. Nach 661 Ladezyklen verfügte der Akku noch immer über 80% seiner Kapazität.

Tipps wie du die Lebensdauer deines e-Bike-Akkus verlängerst, findest du hier in unserem Ratgeber zum richtigen Laden und zur Pflege von e-Bike-Akkus.

Kann man den e-Bike-Akku auffrischen lassen?

Einige Firmen bieten ein Auffrischen des e-Bike-Akkus an. Dabei werden die Akkuzellen ausgetauscht, aus denen sich der Akku zusammensetzt. Hierfür muss der Akku aufgeschraubt werden, die meisten Gehäuse sind aber wasserdicht und lassen sich nicht einfach auf- und wieder zuschrauben. Gelingt das Öffnen des Gehäuses und der Austausch der Akkuzellen, ist aber nicht sichergestellt, dass das BMS (Battery-Management-System) nach dem Auffrischen noch immer problemlos und zuverlässig arbeitet. Viele dieser Systeme sind sogar so intelligent, dass sie den Austausch bemerken – die Folge: Fehlfunktionen. Aus diesen Gründen raten wir davon ab, alte Akkus auffrischen zu lassen.

Habe ich eine Garantie auf meinen e-Bike-Akku?

Zunächst muss hier zwischen Garantie und Gewährleistung unterschieden werden. Eine Gewährleistung ist gesetzlich vorgeschrieben, eine Garantie bieten Händler oder Hersteller freiwillig an. In der Regel liegt die gesetzliche Gewährleistung für Ihren e-Bike-Akku bei 24 Monaten. Diese Gewährleistung darf nicht unterschritten, wohl aber erweitert werden. Generell greifen aber bei unsachgemäßer Handhabung weder Gewährleistungs- noch Garantieansprüche, weshalb der richtige Umgang und die korrekte Pflege deines Akkus nicht nur im Hinblick auf seine Lebensdauer wichtig sind! Eine unsachgemäße Handhabung des Akkus ist zum Beispiel die Verwendung eines nicht originalen Ladegeräts, eine falsche Lagerung – zum Beispiel bei zu hohen Temperaturen und natürlich Sturz- und Bruchschäden. Durch das integrierte Battery-Management-System können etliche Daten, wie zum Beispiel zur Höchsttemperatur und zu Ladezyklen ausgelesen werden. Das macht den Nachweis einer falschen Handhabung sehr einfach möglich. Spezielle Versicherer – wie zum Beispiel die ENRA – versichern aber auch diese Fälle!

Der Akku hat keinen Kontakt zum e-Bike – was tun?

Hat der Akku nach einer längeren Lagerzeit oder sogar nach einem Sturz keinen Kontakt mehr zum e-Bike solltest du auf keinen Fall versuchen das Problem selbst zu lösen! Jeder Versuch, den Akku zu öffnen oder die Verkabelung des e-Bikes freizulegen, kann das Problem verschlimmern und ist unter Umständen sogar gefährlich. Such einen Fachmann für e-Bikes auf. Fachhändler haben spezielle Auslesegeräte und Werkzeug, um das E-Bike wieder zum Laufen zu bringen.

Wird der Motor mit einem größeren Akku stärker?

Nein, die Größe des Akkus hat keinerlei Einfluss auf die Motorstärke, der Akku beeinflusst lediglich die Reichweite des e-Bikes.  Die Stärke des Motors definiert sich über die Dauerleistung in Watt (W), den Drehmoment (Nm) und die Voltleistung mit der der e-Bike-Motor betrieben wird – und an diesen Werten kann der Akku nichts ändern!

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